daily operation: 2012-02-15

written on a Wednesday
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159 chunks of dope:

note to self:
Er war Sicherheitsberater einer kleinen Firma, die ein Neurointerface entwickelte, eine direkte Schnittstelle von Hirn zu Maschine, mehr noch einen direkten Link ins Bewußtsein.
Diese Skizze beschreibt den Entwurf einer Geschichte, der Mensch aus dem vorherigen Satz ist einer der Protagonisten, er wird verfolgt, drangsaliert, man versucht ihn zu beeinflussen, ihn zu erpressen, alle sind hinter ihm her, Geheimdienste, Hippies, naja, das hört sich an wie eine total fade Geschichte, das hat man doch schon tausendfach erlebt. Der Gedanke kam mir nur, als ich mir vorstellte, wie sensibel die Sicherheitsmassnahmen sein müssten, die ein solches Vorhaben begleiten, und gleichzeitig die Unmöglichkeit absoluter Sicherheit. Wie würde sich da ein Virus auswirken? Nun, ja, wie unsere bekannten kleinen Erbgutschleudern, doch auf einer geistigen Ebene.
Marketingstrategen versuchen, einen direkten Draht zum Konsumenten zu finden, direkter gehts nicht, in einer Ausbaustufe kann man sogar Bilder, Gedanken, logische Schlüsse erzeugen, angefangen hat es umgekehrt, ohne störende Zwischenschicht direkt mit der Maschine interagieren, ihr Befehle erteilen, sie steuern, in die kulturelle Machbarkeit entlassen als Lebenshilfe, als Auge für Blinde, als Hand für Handlose, als Mund der Stummen.
Das Potential wurde schnell erkannt, Lügendetektor war da noch die harmloseste Anwendung. Warum wollen Menschen so viel Macht über ihre Mitmenschen? Der Mythos von Gott läuft bei konsequentem Zuendedenken immer darauf hinaus, die mit diesem Konzept verbundnene Macht selbst zu kontrollieren. Ein sich dem Chaos entgegenstellen, die berechtigten Zweifel an diesem Vorhaben ignorierend.