daily operation: 2016-11-06

written on a Sunday
original file: 20161106
>>   random d.ope: 20070726

251 chunks of dope:

Vielleicht hat A ja recht, alte Zahlenmystikerin, und ich bin eine Neun, immer auf der Suche nach Betäubung. Taub möchte ich sein, gefühllos das Fleisch und gefühllos die Seele.

Taub, ertaubt, betäubt, comfortably numb.
Immer rein damit, immer rein ins Vergnügen, immer drauf auf die Synapsen, meinen eigenen Cocktail auf die Rezeptoren gegossen, Genossen.
Das muss man ja schonmal so sagen. Siehst du die Muster? Wie sie lustig vor den Augen flirren?


Siehst du die verteilte Wirklichkeit?
Taub sich stellen für den Lärm der Seele, für die rumkrakeelende Realität, für die brüllende Welt da draussen und die bleierne Stille da drinnen. Das leise Wimmern der gevierteilten Gedanken, das Surren der Verletzungen, der durchdringende Chor der Enttäuschungen, das kakophonische Geschnatter des Zweifels. Das grollende Poltern des Selbsthasses, der rumorende Nachhall der dunklen Stunden, der falschen Freuden, der verpassten Gelegenheiten. Taub sein für die Beleidigungen der Verletzten. Taub sein, nicht hören müssen, den Krach. Welch Segen. Viele zarte Untertöne der Wirklichkeit bleiben dem Betäubten verschlossen, das ist dann der Preis.